News & Infos

+++ 18.08.2019 +++

Columbian Neckties - 20 years

Ich erinnere mich noch genau an die ersten Fahrten. Bus ausleihen, 780 km auf der E45/A7 auf nach Norden. Ein Stop zum Tanken an der Raststätte "Hüttenberger Berge Ost". Weiter gefahren. Bei Simon dem alten und neuen Bassisten der Neckties geschlafen und zurück nach Deutschland zum Touren. Letzte Show zumeist in Holland gehabt. Nach dem Auftritt los, im Auto geschlafen und früh zurück nach Kassel um den Bus abzugeben.

Auf der Tour zumeist gefahren, Jeppe immer als Beifahrer an der Seite, der Rest schlief. Henrik war fürs Einladen zuständig. Irgendwann schließen sich alle Kreise. Letztes Jahr wurde Sounds of Subterrania 20 Jahre alt, dieses Jahr werden es die Columbian Neckties. Also was gibt besseres als das Ganze mit einem kleinen Festival zu feiern. Also Stifte rausgeholt und notiert: 23./24. August 2019 1000Fryd / Aalborg - Why changed your moves? - Festival. Viele Wegbegleiter und Freunde wird man dort treffen und auch mich und weil man so ein Ereignis nicht alleine stehen lassen kann, sind fürs Jubiläumsjahr noch ein paar Überraschungen geplant. Also seit gespannt.

+++ 10.08.2019 +++

Lubomyr Melnyk - Pianist Lubomyr Melnyk is playing the world's largest vertical piano.

This is probably the largest concert piano in the world, and you have to climb a steep flight of metal stairs to play it.
Ventspils, Latvia, Aug. 4 (Xinhua) -- A concert grand piano boasting up to 5-meter-long strings was unveiled to the public in a new concert hall in Ventspils, a port city in western Latvia.
The giant instrument, believed to be the world's largest vertical concert piano, was made by piano builder David Klavins. The record-breaking piano is 4,7 meters tall and pianists have to walk up a steep staircase to reach the keys. It has stronger bass line and length of the strings creates much longer sound sustainability, according to Klavins.

+++ 23.07.2019 +++

Die! Die! Die! - Die! Die! Die! have announced their new EP, 'O'

Their first release in a couple of years finds bassist Lachlan Anderson return to the fold after eight years away. Recorded in just one afternoon, the EP exudes urgency and marks a return to earlier form. The guitars jolt and scratch, sharp treble explosions that crackle like fire. They’re choppy and cut across the rhythm section at blurred, oblique angles, fraying the edges as they side and scrape skewiff and frenetic. The rhythm section pins it all together tight, but it’s attacking, relentlessly kinetic and propulsive, driving, and simultaneously solid and agile.

‘These songs find the band much more raw and harsh than they have sounded in years. Maybe it’s something personal or maybe it’s because the world is on fire’, writes Nate Holdren in his enthusiastic text which accompanies the release. It’s true: New Zealand may not be the place most directly feeling the pain of Trump or Brexit or now Johnson, but it’s clear it’s no place to be. In fact, the bottom line is that there simply is no place to be right now, with rapidly accelerating climate change and, quite simply everything. We’re all doomed. But while we’re all screwed, at least we still have art and music.

‘Casualties of Decades’ slams in hard by way of an opener, machine gun drumming driving a stop/start riff attack that’s a blend of Shellac, Fugazi, and Trail of Dead. ‘What We Choose to Remember’ is also reminiscent of Shellac, the minimal lyrics half-spoken, half shouted, and half buried beneath angular guitar blasts and a throbbing bass that’s less of a groove than a hammer assault. It’s the bass that dominates ‘Everyone Else’ and hold the whole blustering, blistering racket together. ‘Break the Mirror’ rams it home in a blistering minute and 23 seconds, a full-tilt stuttering frenzy of (post)punk noise that goes hell for leather in a scream of feedback.

This is the sound of a band rejuvenated, reinvigorated, a band bursting with energy, passion, and fury. There’s no shortage of things to fuel fury in the world now, and I’m certainly not the only one with a vast thirst for music which channels that fury and frustration.

+++ 02.07.2019 +++

Bibi Ahmed - Solo Recordings


Bibi Ahmed, Kopf und Bandleader von Group Inerane, stammt aus Agadez (Niger), eine der unbändigsten, unbeständigsten und gefährlichsten Gegenden dieser Erde. Früh wurde Bibi mit der Unterdrückung und Ausgrenzung der Tuareg durch die nationalen Regierungen von Mali und Niger konfrontiert. Ebenso früh erwachte seine Liebe zur Musik. Als Kind brachte sich Bibi Ahmed das Gitarre spielen selbst bei, bevor er seine Ausbildung von dem großen Meister und Vater des Tuareg-Blues, Abdallah Ag Oumbadougou, erhielt. Geprägt durch die Erlebnisse in den lybischen Flüchlingscamps während des Tuareg Aufstandes, verlieh Bibi Ahmed mit seiner Band Group Inerane der Rebellion eine eigene, musikalische Stimme und öffnete gleichzeitig die reiche Tradition der Tamachek-Gitarrensänge einer neue Generation Zuhörern. Im Februar lud Sounds of Subterrania Bibi zu Soloaufnahmen ins Lotte Lindenberg Studio in Frankfurt am Main ein um gemeinsam mit Wolfgang Johann und Farid Ayoub seine Version von Tuareg Blues, elektrifizierte Tamachek Folk und Psychedelic Sahara-Rock aufzunehmen.

+++ 01.07.2019 +++

Gewalt - Gewalt nominiert für VIA Award 2019

Wie redet man darüber ohne ungerecht zu sein? Ich habe 2012 die Goldene Indieaxt erhalten und sehe das nach wie vor als eine Würdigung meiner Arbeit. Damals haben 4 Leute aus der Geschäftsleitung des VUT beschlossen, das ich sie für meine Arbeit und meine Einstellung verdient habe.
Jetzt gibt es die VIA Awards und die Axt wurde in abgewandelter Art eine weitere Form der Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft . Ich muss nicht extra erwähnen, das es meiner Meinung nach andere Mittel gibt Staatsbeamte und Politiker zu würdigen. Nundenn, zurück zum VIA Award. Es gibt 4 verschieden Kategorien in der eine Jury bestehend aus 250 musikwirtschaftlich Werktätigen ihrer Meinung nach herausragende Leistungen vorschlagen können. Das es bei diesen Votings zu einer Häufung der immer gleichen Künstler und Labels kommt, sehe ich persönlich mittlerweile als Bankrotterklärung der Jury an. Dieses war auch der Grund, das ich diese 2018 verlassen habe. Speziell kennen die meisten da anscheinend nur 5 Vertreter der einzelnen Sparten. Schade! Ein anderes und für mich größeres Problem sehe ich aber in dem selbstgewählten Sachverhalt der Übernahme der Merlin Definition für Independent. Diese Definition erlaubt es alle Indiekünstler und Labels, welche über Major Label vertrieben werden, als Independent gewertet zu werden. Dieser Trick dient einzig und allein Statistiken zu verbessern und somit vielleicht bessere wirtschaftliche Argumente in der Politik zu erhalten. Was dabei billigend in Kauf genommen wird, ist der Umstand der Verwässerung der Positionierung als Gegenkultur. Das dieses geschieht, sieht man an den zahlreichen Nominierungen von "Major Label Künstlern".
Eine kleine Ausnahme bildet die Kategorie Newcomer. Hier können alle Mitglieder des VUT abstimmen und das macht zum einen die Liste etwas spannender, zum anderen kann man in der Longlist unbekannte Perlen entdecken. Gewalt wurden nun in dieser Kategorie nominiert und das freut mich natürlich. Auf der anderen Seite lindert es nicht meine Angst der entgültigen Akkulturation von Subkultur.
Wie es ausgeht liegt in unserer Hand. Und dieser kurze Text soll helfen sich dieser Problematik zu nähern und eine Aufforderung sein gemeinsam Gegenstrategien zu entwickeln.